Ist dieser Mann ein Huren-Räuber?

    Ist dieser Mann ein Huren-Räuber?

    KÖLN – Wurde ein Freier zum miesen Huren-Räuber? Ein Fitness-Trainer muss sich vor dem Landgericht Köln verantworten, weil er Prostituierte erst bezahlt, ihnen nach dem Sex das Geld aber wieder abgenommen haben soll.

    Tatort: ein Hotel in Marsdorf. Laut Anklage der Staatsanwaltschaft soll Jürgen D. (43, Name geändert) per Escort-Service eine Prostituierte auf sein Zimmer bestellt haben, für einen sogenannten „Overnight Job“. Kosten: 2000 Euro, die vor dem Akt übergeben wurden.
    „Nach dem Geschlechtsverkehr zog sich der Angeklagte an, stieß die Geschädigte aufs Bett und nahm die 2000 Euro wieder an sich“, so der Staatsanwalt. Kurios: Strafverschärfend fügte der Ankläger an, D. habe die Hure beim Sex fesseln wollen, was diese aber ablehnte.

    „Er wollte sie so wehrlos machen“, so der Staatsanwalt.

    Auch in Neuss soll der Mann eine Prostituierte heftig gestoßen und ihr den Dirnenlohn geraubt haben. Die Staatsanwaltschaft wirft dem 43-Jährigen vor, den Schließmechanismus der Hotel-Badezimmertür manipuliert zu haben. Dann soll er die Prostituierte, die sich wieder frisch machte, attackiert und ihre Handtasche gegriffen haben.

    Ein dritter Fall, der aber nicht angeklagt wurde, soll ihn in das Visier der Fahnder gebracht haben. Angeblich hat ihn ein Security-Mitarbeiter eines Hotels wiedererkannt.

    Der geschiedene Familienvater, seit Januar in U-Haft, schwieg vor Gericht zu den Vorwürfen. Dem nicht vorbestraften Mann drohen mehrere Jahre Gefängnis. Die Prozessführung erscheint jedoch schwierig. Die mutmaßlich geschädigten Huren erschienen nicht zur Verhandlung.







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