Handlungsspielräume gegen das Prostitutionsgesetz

    Handlungsspielräume gegen das Prostitutionsgesetz

    Was haltet ihr von der Aktion "kommt nicht in die Tüte" ? 14

    Das Ergebnis ist nur für Teilnehmer sichtbar.

    Der Scheiß kocht jetzt langsam hoch, die Politik ist nicht ganz ausgetickt, hat aber genug Mist verbreitet, den sie nun als Gesetz verpacken will. Was nun ?

    Anbei ein Vorschlag mit der Bitte um Abstimmung, damit ich ein Gefühl für die Chancen bekomme. Danke.



    Aktion „… kommt nicht in die Tüte !“
    Aufruf zur Protestaktion gegen das neue Prostitutionsgesetz
    zum Politischen Aschermittwoch am 18.02.2015

    Nun wird es also konkret mit dem neuen Prostitutionsgesetz ! Denn wer will es noch aufhalten ? Die Lobby der Prostituierten existiert, ist aber noch in der Aufbauphase und und muß sich zu allererst mal um die betroffenen Frauen kümmern.. Bei den Betreibern ist auch nicht viel los und für die großen und finanzkräftigen unter ihnen sollte das Gesetz sogar noch was bringen. Und die Freier ?
    Richtig: die Freier wären eine große, starke Gruppe; aber: wer stellt sich schon offen hin - wer kann sich das sozial, beruflich und gesellschaftlich leisten ? Genau: fast niemand !So hilft nur der anonyme Protest.

    Also: Ein paar Briefumschläge, Druckseiten, ein paar Briefmarken und … eine Handvoll Kondome ! Kuverts beschriften (ggf. ohne Absender ;) ), Briefmarke drauf, Flyer und Kondom (unbenutzt !) rein, zukleben und … ab dafür !
    Idealerweise an die direkte Postanschrift/Wahlkreisbüro des Abgeordneten.
    Social Networks: Facebook, Twitter #kommtnichtindietüte , Posten, Linken und Liken was geht ! Ihr habt Kontakte zu den Medien ? Haut rein !

    Nach ein paar Tagen geht dann eine Presseerklärung raus und dann bekommt das Thema dann vielleicht doch mal die richtige Aufmerksamkeit jenseits von Populismus und Schönfärberei !

    Kurzum: wer seine sexuelle Freiheit weiter ausleben möchte sollte mitmachen.
    Gegen scheinheiligen Aktionismus und Augenwischerei, für ernsthafte Reformen für und vor allem mit den Frauen !

    JD / smacks

    Hier findet ihr eure Abgeordneten: bundestag.de/abgeordnete
    Hier Abgeordnete des zuständigen Ausschusses: abgeordnetenwatch.de/familie_s…und_jugend-1122-1330.html
    Generelle Adresse: Platz der Republik 1, 11011 Berlin

    MdB, die von der Koalition mit dem Thema befaßt sind und somit Ansprechpartner für uns:

    Bilder
    • Flyer.jpg

      530,5 kB, 1.316×846, 188 mal angesehen
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    Die Liebe: die haut mal richtig rein !!
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    bambule.fr schrieb:

    Ich werde morgen entsprechende Anzahl ausdrucken und verschicken.


    Laß uns das koordiniert machen, damit es richtig Wucht hat: Foren und Verbände mobilisieren > gleichzeitig Aktion ausrufen > Twitter und Facebook und Co. > Pressemitteilung raus.

    Also, in ca. 1 Woche: Startschuß Montag - Finale Freitag

    Ich arbeite am Skript und wir posten es dann.
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    Die Liebe: die haut mal richtig rein !!
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    Tomasek schrieb:

    Wie immer lässt die Beteiligung zu wünschen übrig. Viele stecken ja immer noch den Kopf in den Sand


    Ja das ist schade, dass sich erst 8 Leute an der anonymem Umfrage beteiligt haben.
    Die geplanten Änderungen gehen doch uns alle an.
    Wie so oft ist dann das jammern groß, wenn das Gesetz kommt.
    Schon vorher zu sagen, Prostest bringt nichts, ist doch der falsche Weg.
    Wenn die Bürger in der DDR damals 1989 so gedacht hätten, gäbe es heute noch zwei deutsche Staaten.
    Weiss schon, der Vergleich ist nicht passend. Der Admin hat schon recht, den Kopf in Sand zu stecken, bringt erst recht nichts.
    Sehr geehrte Damen und Herren,liebe Kollegen/Innen,alle,
    die nicht tatenlos zusehen wollen, wie Sexarbeiter/innen durch eine
    repressive Gesetzgebung der Großen Koalition entmündigt und entrechtet
    werden, laden wir hiermit ein zur Teilnahme an einem
    Koordinierungstreffen für eine zentrale Protestaktion der Sexarbeiter
    und Ihrer Unterstützer/innen.Am
    3. Februar 2015 haben sich die Regierungsparteien CDU/CSU und SPD auf
    Grundzüge eines neuen „Prostituiertenschutzgesetzes“ geeinigt. Damit
    werden die Rechte von Sexarbeiter/innen und aller in der Prostitution
    tätigen Menschen systematisch und massiv beschnitten. Sie sollen zu
    Objekten einer totalen Rundumüberwachung, zu Menschen zweiter Klasse
    degradiert werden.Dagegen
    wollen wir uns wehren! - Deswegen planen wir für den 13. Juni 2015 eine
    bundesweit unterstützte, zentrale Protestaktion in Frankfurt/Main.Dazu
    brauchen wir unbedingt Ihre / Deine Unterstützung - jede und jeder
    zählt! Es geht uns um ein breites gesellschaftliches Bündnis für das
    Recht auf freie Berufsausübung in der Prostitution.Deshalb bitten wir um Teilnahme an einem vorbereitenden Koordinierungstreffen:WANN? FREITAG, den 3. MÄRZ 2015WO? FRANKFURT / MAINTREFFPUNKT: Räumlichkeiten von Doña Carmen e.V., Elbestraße 41 (nähe Bahnhof)UHRZEIT: 12:00 – 18:00 Uhr(für einen kleinen Imbiss und Getränke wird gesorgt)Wir
    bitten um möglichst zeitnahe Rückmeldung, ob Sie/Ihr am
    Koordinierungstreffen teilnehmt oder ggf. auf andere Weise unser
    Vorhaben unterstützen könnt.Doña
    Carmen e.V. bittet alle um praktische Solidarität und Unterstützung. Es
    ist 5 vor 12, wir haben keine Zeit mehr zu verlieren.Bei möglichen Rückfragen: Tel. 069 – 76752880 bzw. Mail: donacarmen@t-online.de. Mit freundlichen Grüßen Juanita Henning
    Es hat sich ein Fehlerteufel in der erste Ankündigung eingeschlichen.

    Hier nichmal mit dem richtigen Datum und Erläuterung zum Koordinierungstreffen Zentrale Protestaktion.


    ES IST 5 VOR 12 – WIR WEHREN UNS!

    Einladung zur Koordinierung einer zentralen Protestaktion
    gegen eine repressive Reglementierung von Sexarbeit in der Prostitution

    Sehr geehrte Damen und Herren,
    liebe Kollegen/innen,

    alle,
    die nicht tatenlos zusehen wollen, wie Sexarbeiter/innen durch eine
    repressive Gesetzgebung der Großen Koalition entmündigt und entrechtet
    werden, laden wir hiermit ein zur Teilnahme an einem
    Koordinierungstreffen für eine zentrale Protestaktion der Sexarbeiter
    und Ihrer Unterstützer/innen.

    Am 3. Februar 2015 haben sich die
    Regierungsparteien CDU/CSU und SPD auf Grundzüge eines neuen
    „Prostituiertenschutzgesetzes“ geeinigt. Damit werden die Rechte von
    Sexarbeiter/innen und aller in der Prostitution tätigen Menschen
    systematisch und massiv beschnitten. Sie sollen zu Objekten einer
    totalen Rundumüberwachung, zu Menschen zweiter Klasse degradiert werden.

    Dagegen
    wollen wir uns wehren! - Deswegen planen wir für den 13. Juni 2015 eine
    bundesweit unterstützte, zentrale Protestaktion in Frankfurt/Main.


    Dazu
    brauchen wir unbedingt Ihre / Deine Unterstützung - jede und jeder
    zählt! Es geht uns um ein breites gesellschaftliches Bündnis für das
    Recht auf freie Berufsausübung in der Prostitution.

    Deshalb bitten wir um Teilnahme an einem vorbereitenden Koordinierungstreffen:

    WANN? FREITAG, den 13. MÄRZ 2015
    WO? FRANKFURT / MAIN
    TREFFPUNKT: Räumlichkeiten von Doña Carmen e.V., Elbestraße 41 (nähe Bahnhof)

    UHRZEIT: 12:00 – 18:00 Uhr
    (für einen kleinen Imbiss und Getränke wird gesorgt)

    Wir
    bitten um möglichst zeitnahe Rückmeldung, ob Sie/Ihr am
    Koordinierungstreffen teilnehmt oder ggf. auf andere Weise unser
    Vorhaben unterstützen könnt.

    Doña Carmen e.V. bittet alle um
    praktische Solidarität und Unterstützung. Es ist 5 vor 12, wir haben
    keine Zeit mehr zu verlieren.

    Bei möglichen Rückfragen: Tel. 069 – 76752880 bzw. Mail: donacarmen@t-online.de. Anhängend noch einige ergänzende Erläuterungen.

    Mit freundlichen Grüßen
    Juanita Henning
    Einige ERLÄUTERUNGEN zum Koordinierungstreffen

    (1) MANDAT
    Die
    Teilnehmenden der 3. Frankfurter Prostitutionstage vom November 2014
    haben Doña Carmen e.V., Organisation für die sozialen und politischen
    Rechte von Prostituierten, beauftragt, Initiativen zu ergreifen für die
    Durchführung einer bundesweit unterstützten, zentralen Protestaktion
    gegen die geplante repressive Reglementierung von Sexarbeit in der
    Prostitution. Das ist der Grund, warum wir uns heute mit diesem
    Schreiben an Sie wenden.

    (2) BREITES BÜNDNIS:
    Unser Schreiben
    richtet sich an Interessenvertretungen und Beratungsstellen der
    Sexarbeiter/innen, an Betreiber/innen und Firmen im
    Prostitutionsgewerbe, an Organisationen aus dem Umkreis von
    demokratischen Bürgerrechtsbewegungen, an politische Parteien und
    Verbände, an Gewerkschaften, Wissenschaftler und Künstler/innen etc.

    (3) PLÄNE DER BUNDESREGIERUNG
    Ausgangspunkt
    unserer Initiative sind die Bestrebungen der Großen Koalition von
    CDU/CSU und SPD, Sexarbeit im Prostitutionsgewerbe in allernächster Zeit
    einer umfassenden repressiven Kontrolle und Überwachung zu unterwerfen,
    die die Rechte der darin Tätigen mit Füßen tritt. Seit dem 3. Februar
    2015 wissen wir, dass wir es bei der geplanten Prostitutions-Regulierung
    mit folgenden Kernpunkten zu tun haben:

    Erlaubnispflicht für Prostitutionsstätten – bereits ab 2 Frauen in der Wohnungsprostitution!

    Meldepflicht für Sexarbeiter/innen – jedes Jahr aufs Neue! Unter 21-Jährige sogar alle sechs Monate!

    Beratungszwang für Sexarbeiter/innen bei Ärzten ihrer Wahl - jedes Jahr aus Neue! Unter 21-Jährige sogar alle sechs Monate!

    Kondomzwang
    für Prostitutionskunden – unkontrollierbar für Betreiber, mithin
    Steilvorlage für Schließungen bei Verstößen / Abschreckung für Kunden,
    weil Sexarbeiter/innen als gesundheitliches „Risiko“ präsentiert werden!

    Bundeseinheitliche jederzeitige, unangekündigte, anlasslose und verdachtsunabhängige Kontrollbefugnisse der Polizei!

    Verbot behördlich unliebsamer Prostitutionsangebote wie etwa ‚Flatrate-Sex‘!

    Es
    geht hier nicht – wie gerne behauptet - um den „Schutz“ von Frauen in
    der Prostitution oder vorrangig um eine „Verbesserung der
    Arbeitsbedingungen“ durch Mindeststandards, sondern um Entmündigung,
    Entrechtung und berufliche Existenzvernichtung der im
    Prostitutionsgewerbe tätigen Menschen.

    (4) KONSEQUENZEN FÜR SEXARBEITER
    Für
    Sexarbeiter/innen in der Prostitution hat die von der Großen Koalition
    geplante Prostitutions-Reglementierung sehr konkrete, durchweg negative
    Folgen:

    - ABSCHRECKUNG: Angst vor Offenlegung einer
    gesellschaftlich stigmatisierten Berufstätigkeit soll Einsteiger/innen
    maximal abschrecken;

    - ZWANGSOUTING aller in der Prostitution
    tätiger Frauen durch Meldepflicht und Hurenpass trotz bestehender
    gesellschaftlicher Stigmatisierung;

    - TOTALÜBERWACHUNG: durch die
    keiner anderen Berufsgruppe zugemutete Meldepflicht an jedem einzelnen
    Tätigkeitsort entsteht ein lückenloses Bewegungsprofil;

    -
    ILLEGALISIERUNG und ABSCHIEBUNG: die absehbare Nicht-Befolgung der
    Meldepflicht als Selbstschutz vor Stigmatisierung und Diskriminierung
    ist eine Illegalisierung mit der Folge von Bußgeldzahlungen bzw.
    Abschiebung ausländischer Frauen bei mehrmaligen Zuwiderhandeln;

    -
    GEZIELTE VERARMUNG: Der Einstieg in die Bestrafung der
    Prostitutionskunden setzt auf deren Abschreckung und Verunsicherung. Der
    damit kalkuliert in Kauf genommene Effekt einer Nachfrage-Senkung führt
    zu mehr Konkurrenz um weniger Kunden und hat Entgelt-Dumping und
    Zwangsausstieg aus der Prostitution zur Folge.

    -
    ARBEITSPLATZ-VERNICHTUNG: engmaschige sanktionsbewehrte Auflagen im
    Rahmen der Erlaubnispflicht für Prostitutionsstätten sind eine Lizenz
    zum Schließen der Häuser;

    - ARBEITSPLATZ-VERNICHTUNG durch Verbot behördlich unliebsamer Formen von Prostitutionsausübung;

    -
    ARBEITSPLATZ-VERNICHTUNG infolge der Tatsache, dass neben den
    „klassischen“ Prostitutionsstätten-Betreibern nun auch Vermieter/innen,
    die ihre Wohnungen Sexarbeiter/innen überlassen, zu
    konzessionspflichtigen Prostitutionsstätten-Betreibern werden;

    -
    VEREINZELUNG der Frauen: Nur Wohnungs-Inhaber/innen, die in ihrer
    eigenen Wohnung selbst der Prostitution nachgehen, sollen von der
    Erlaubnispflicht ausgenommen sein. Ein Trend zur unsicheren
    EIN-ZIMMER-WOHNUNGSPROSTITUTION ist damit vorgezeichnet

    (5) NICHT NUR GEGEN PROSTITUTION, AUCH FRAUENFEINDLICH
    Die
    geplante Erlaubnispflicht von Prostitutionsstätten wird Folgen weit
    über die Prostitution hinaus haben: Vermieter/innen alleinstehender
    Frauen mit häufig wechselndem „Herrenbesuch“ werden zu übergriffiger
    Kontrolle und damit zu Eingriffen in deren Privatsphäre animiert, um
    sich nicht dem möglichen Vorwurf des Führens einer unerlaubten
    Prostitutionsstätte auszusetzen. Der Muff der 50er Jahre lässt grüßen!

    (6) AUSWEITUNG STAATLICHER BEVORMUNDUNG
    Letzteres
    Beispiel verdeutlicht: Es geht hier nicht nur um
    „Prostitutions-Politik“, also nicht allein darum, grobes Unrecht
    gegenüber Sexarbeitern Einhalt zu gebieten. Es geht auch darum,

    -
    ob eine Gesellschaft die Anmaßungen der Rundum-Überwachung gegenüber
    einer als missliebig hingestellten Berufsgruppe widerspruchslos
    hinnimmt;

    - ob polizeiliche Kontrolle ganzer Gewerbezweige bereitwillig als Normalzustand akzeptiert wird;

    -
    ob Menschen noch selbstbestimmt entscheiden können, welche Berufe sie
    ergreifen und welche Dienstleistungen sie in Anspruch nehmen - oder ob
    solche Entscheidungen zukünftig einer obrigkeitsstaatlichen
    Überwachungsgesellschaft überantwortet werden;

    - ob eine freie, das heißt selbst bestimmte und einvernehmlich ausgehandelte Sexualität zwischen erwachsenen Menschen
    ungehindert
    stattfinden darf – oder ob Sexualität zukünftig wieder zunehmend
    staatlicher Bevormundung und repressiver Kontrolle unterworfen werden
    soll.

    (7) GLEICHBEHANDLUNG ODER SONDERBEHANDLUNG?
    Natürlich
    geht es auch um ein rechtlich geregeltes, einvernehmliches Miteinander
    zwischen der Mehrheitsgesellschaft und denjenigen Menschen, die als
    Dienstleistende oder Organisatoren mit dem Angebot von
    Sexdienstleistungen befasst sind. Soll dieses Miteinander nach Maßgabe
    rechtlicher Gleichbehandlung oder in Form diskriminierender
    Sonderbehandlung erfolgen?

    (8) SEXARBEITER NICHT ERNST GENOMMEN
    Sexarbeiter/innen haben sich dazu wiederholt, öffentlich und eindeutig positioniert:

    Sie haben vor den absehbar negativen Folgen der regierungsoffiziellen Politik gewarnt.
    Sie haben eigene Anregungen und begründete Forderungen vorgetragen.
    Sie
    haben darüber hinaus einen eigenen Gesetzentwurf vorgelegt, der
    dokumentiert, dass sie sich einer sinnvollen Reglementierung ihrer
    Tätigkeit nicht verweigern, sofern diese auf der Anerkennung gleicher
    Rechte, rechtlicher Gleichbehandlung und Respekt gründet.

    Doch
    Anregungen, Einwände und Forderungen seitens der Sexarbeiter/innen
    fanden und finden bei den Regierungspolitikern kein Gehör. Die
    Bundesregierung hält es nicht für nötig, diese auf Erfahrung gestützten
    und gut begründeten Forderungen auch nur ansatzweise ernst zu nehmen.

    (9) UNSER PROTEST IST EINE NOTWENDIGE KONSEQUENZ
    Deswegen
    ist eine große, zentrale Protestaktion dringender denn je, um den
    berechtigten Forderungen derer, um die es angeblich geht, öffentlich
    Gehör zu verschaffen und durchzusetzen.
    Die von uns ins Auge gefasste
    zentrale Protestaktion für die Rechte von Sexarbeiter/innen in der
    Prostitution soll zeitlich in unmittelbarer Nähe zum Internationalen
    Hurentag, der sich 2015 zum 40. Male jährt, also im Juni 2015 in
    Frankfurt/Main stattfinden. Vorschlag ist Samstag, der 13. Juni 2015. In
    der Frankfurter Paulskirche tagte 1848 die erste deutsche
    Nationalversammlung und erarbeitete die Paulskirchen-Verfassung. Ein
    guter Ort also, daran zu erinnern, dass 160 Jahre später
    Sexarbeiter/innen in der Bundesrepublik Deutschland die
    verfassungsmäßigen demokratischen Grundrechte bis heute nur massiv
    eingeschränkt gewährt werden, sodass von einer ungehinderten faktischen
    Wahrnehmung dieser Rechte keine Rede sein kann.

    (10) FÜR FREIE BERUFSAUSÜBUNG IN DER PROSTITUTION
    Angesichts
    dessen bitten wir Sie, dem von der Großen Koalition aufgeführten
    Trauerspiel um die erneute repressive Reglementierung von Prostitution
    gemeinsam mit uns eine klare und deutliche Absage zu erteilen. Es geht
    um das Recht auf ungehinderte und freie Berufsausübung in der
    Prostitution, und zwar auf Grundlage einer rechtlichen Gleichbehandlung
    von Prostitution mit anderen Erwerbstätigkeiten. Das - und nichts
    anderes - sollte in Demokratien die Richtschnur für eine Reglementierung
    von Prostitution sein. Einer Zementierung bestehender rechtlicher
    Diskriminierungen, einer Optimierung der Politik von Kontrolle und
    Überwachung sowie der Fortsetzung einer bereits tausendfach
    gescheiterten Politik der gesellschaftlichen Ausgrenzung von Sexarbeit
    muss eine deutliche öffentliche Absage erteilt werden.

    (11) EINE GRUNDSÄTZLICHE FRAGE DEMOKRATISCHER RECHTE
    Unabhängig
    davon, ob man persönlich die Ausübung und Inanspruchnahme von
    Prostitution befürwortet oder ablehnt, wäre es Ausdruck reifer
    demokratischer Gesinnung und Liberalität, entschieden das
    grundgesetzlich geschützte Recht derer zu verteidigen, die sich selbst
    dafür entscheiden, sexuelle Dienstleistungen anzubieten und/oder
    wahrzunehmen.

    (12) WER SICH NICHT WEHRT, LEBT VERKEHRT
    Gegenüber
    der Macht der Regierenden ist die der Sexarbeiter/innen marginal. Es
    ist kein politisches Kunststück, ihnen Rechte zu rauben und dabei
    populistisch nach Beifall zu schielen. Sexarbeiter/innen in Deutschland
    sind mehrheitlich Migrantinnen, sie kommen aus zig Nationalitäten. Sie
    arbeiten in großer Zahl als Selbständige. Ihre Selbstorganisation ist
    daher ein schwieriges Unterfangen. Hinzu kommt das gesellschaftliche
    Stigma ihrer Tätigkeit.Umso nötiger erweist sich die Unterstützung einer
    aufgeklärten Gesellschaft, die erkennt, dass der Abbau der Rechte von
    Minderheiten die Rechte der Mehrheit nie unberührt lässt.

    (13) VERSCHIEDENE FORMEN DER UNTERSTÜTZUNG
    Aus
    all den genannten Gründen und vielen weiteren hier nicht aufzählbaren
    Formen der tagtäglichen Diskriminierung von Sexarbeiter/innen in der
    Prostitution bitten wir Sie, die von uns geplante Aktion für die Rechte
    der Sexarbeiter/innen in der Prostitution im Juni 2015 in Frankfurt/Main
    beherzt und mit Nachdruck zu unterstützen.

    Sollte eine Teilnahme
    an dem Koordinierungstreffen nicht möglich sein, bitten wir Sie / Dich,
    uns freundlicherweise mitzuteilen, welche der nachfolgend genannten
    weiteren Formen der Unterstützung für Sie / Dich in Frage kommt:

    Teilnahme am PROTEST (am 13. Juni 2015) in Frankfurt („5 vor 12“ – Opernplatz);
    Aktive WERBUNG für ein breites Bündnis;
    FINANZIELLE UNTERSTÜTZUNG eines Aktions-Kontos „Plattform 13. Juni“
    Eintragung in UNTERSTÜTZERLISTE: Anforderung / Zusendung von Infos.
    Andere IDEEN…

    Doña Carmen e.V. dankt für jede Form der Unterstützung!

    Dona Carmen e.V.
    Elbestr. 41
    60329 Frankfurt
    donacarmen.de
    Tel./Fax: 069 7675 2880
    Spendenkonto
    Frankfurter Sparkasse
    IBAN: DE68 5005 0201 0000 4661 66
    BIC: HELADEF 1822
    So, der viele Text und die beiden Termine stiften etwas Verwirrung, zumal sich bei den Terminen noch ein Schreibfehler eingeschlichen hat:

    Koordinierungstreffen:

    WANN? FREITAG, den 13. MÄRZ 2015
    WO? FRANKFURT / MAIN
    TREFFPUNKT: Räumlichkeiten von Doña Carmen e.V., Elbestraße 41 (nähe Bahnhof)
    UHRZEIT: 12:00 – 18:00 Uhr(für einen kleinen Imbiss und Getränke wird gesorgt)



    Große Prostestveranstaltung in Planung:

    13. Juni 2015 eine
    bundesweit unterstützte, zentrale Protestaktion in Frankfurt/Main.
    Grad da aber nervt, bzgl. meines Aktionsvorschlags keine Rückmeldung zu bekommen. Ein kurzes "Klingt nicht schlecht" oder "finden wir doof" würde mal reichen. >>> Anmerkung: die Donas haben mich nun zumindest in ihrem Verteiler drin; ist mal ein Anfang. ;)

    Da ist der etwas besser aufgestellt: hier kam direkt Zustimmung und Rückfrage zum Ablauf !

    Von den Nachbarforen gab es schon 2 Rückmeldungen, sie würden sich beraten. Immerhin ...
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    Die Liebe: die haut mal richtig rein !!
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    Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „smacks“ ()

    ich denke sie blicken es alle nicht! Da gerade die Foren doch meistens in Betreiberhand sind haben die natürlich kein Interesse das aufzubauschen denn sie erhoffen sich dadurch ein Monopol. Beispiel 6 Profi gehört dem Bobby sprich FKK Palast bw7 gehört zu Schiller und Co in Stuttgart und so geht es munter weiter.
    Ladies soll auch mehrere Wohnungen unterhalten. Somit wird das ganze schon eng denn da sind 80% vom Markt abgedeckt mit Gerhinwäsche.
    wenn Du das Thema schon hoch holst: gute Plattform sind die Prostitutionstage im November in Frankfut (13.-15)
    wurde an anderer Stelle hier im Forum schon drüber berichtet.
    Und wer zu faul ist sich das Programm als pfd runterzuladen, u.a. steht die Katze als Rednerin auf der Bühne, wenn das nicht eine Reise wert ist :P
    Was immer Du Dir vorstellst....hinter meiner Tür passiert es
    Das geplante Prostituiertenschutzgesetz: Registrierung, Hurenpass und Datenschutz – Möglichkeiten rechtlicher Gegenwehr
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    Unter diesem Titel hält Meinhard Starostik, Rechtsanwalt, Richter am Verfassungsgerichtshof des Landes Berlin am Sonntag, den 15.11.2015 ab 11:40 Uhr einen Vortrag im Rahmen der 4. Frankfurter Prostitutions Tage , die vom 13.-15.11.2015 im Haus Gutleut, Rottweiler Straße 32, 60327 Frankfurt/Main stattfinden.

    Hauptthema der Veranstaltung ist das sogenannte Prostituiertenschutzgesetz, das die Große Koalition im Bundestag – unbeeindruckt von der Kritik der Betroffenen und ignorant gegenüber fachlichen Einwänden von Frauenverbänden, Gewerkschaften, Gesundheitsämtern, JuristInnen und DatenschützerInnen – durchsetzen möchte. Die von der Bundesregierung geplante Zwangsregistrierung aller Sexarbeiter/innen steht beispielhaft für den reaktionären Ungeist des Gesetzentwurfs. Eine staatlich veranlasste Registrierung von Sexarbeiter/innen gab es in Deutschland zuletzt 1939 unter den Nazis.


    ddrm.de/2015/10/09/das-geplant…en-rechtlicher-gegenwehr/